Franz-Miltenberger-Gymnasium

Aktuelle Projekte und Seminare

Aktuelle und vergangene Seminare der Fachschaften Geschichte und Sozialkunde:

  • W-Seminar „Populismus auf dem Vormarsch“ (2019/21)
  • W-Seminar „Politisches Kabarett“ (2017/19)
  • Karikaturenworkshop Q12 „Fremd- und Selbstbilder: Die deutsche Reichsgründung 1871“ (11/2018)

     

Aktuelles der Fachschaften Geschichte und Sozialkunde:

Impressionen aus dem Römerkastell Osterburken (6. Jgst., Sommer 2019):

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Besuch der Bundestagsabgeordneten Dr. Manuela Rottmann am FMG

Auch dieses Jahr wurde die jährliche Tradition des Besuchs eines/einer turnusmäßig wechselnden Bundestagsabgeordneten bei uns am Franz-Miltenberger-Gymnasium fortgeführt, so dass wir am 03.07.2019 Frau Manuela Rottmann bei uns begrüßen durften. Sie hat den 10. Klassen einiges über ihre berufliche Laufbahn, ihre Aufgaben im Bundestag und einen typischen Arbeitstag erzählt, sowie alle unsere Fragen beantwortet.

Manuela Rottmann hat schon als Schülerin großes politisches Interesse gezeigt und sich politisch engagiert, so dass sie seit ihrem 18. Lebensjahr, Anfang 1991, Mitglied bei den „Grünen“ ist. Seit der Bundestagswahl 2017 vertritt sie nun die Landkreise Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld im Bundestag. Nach ihrem ursprünglichen Jurastudium wurde sie Vorsitzende im Rechtsausschuss, Mitglied im Wahlprüfungsausschuss und stellvertretendes Mitglied im Petitionsausschuss und Gesundheitsausschuss.

Eine der ersten aufgekommenen Fragen betraf Rottmanns Haltung zur Fraktionsdisziplin. Wie der Artikel 38 im Grundgesetz sagt, sind Politiker/-innen Vertreter des ganzen Volkes, die allerdings nicht an Aufträge und Weisungen gebunden, sondern nur ihrem Gewissen unterworfen sind.
Diese Fraktionsdisziplin findet Frau Rottmann, die selbst noch nie davon abgewichen ist, äußerst wichtig. Abgesehen von moralischen Fragen, die vom Fraktionszwang ausgeschlossen sind, ist sie sehr dafür. Schließlich sollen die Interessen der Wähler vertreten werden und das geht meistens nur dann, wenn jeder in der Partei nach außen für das Gleiche eintritt. Hierbei darf man nicht vergessen, dass vorher viele Diskussionen in der Partei stattfinden, in denen jeder seine persönliche Meinung einbringen kann und in denen man sich lange berät. Dann wird von der Partei eine Entscheidung getroffen, derer man sich unterordnen, bzw. anschließen sollte. 

Ein weiteres Thema, das die Schüler interessiert hat, war Rottmanns Meinung zur Legalisierung von Cannabis. Hierbei erwähnte sie sofort, dass sie selbst noch nie Cannabis konsumiert habe. Ihre Meinung hierzu ist, dass man nur mit kontrollierten Abgaben die Kriminalisierung in den Griff bekommen würde. Außerdem ist sie für einen härteren Jugendschutz. Auf die Frage wieso sich bei diesem Thema so wenig tun würde, meinte sie, dass sich wahrscheinlich nur etwas ändern würde, wenn von Richtern, Staatsanwälten und der Polizei mehr Kritik geübt werden würde.

Als Grünen-Politikerin ist Klimaschutz natürlich ein Thema, das ihr besonders am Herzen liegt. Auch setzt sie sich selbst dafür ein, unsere Umwelt zu schützen. Beispielsweise ist sie schon seit etwa sieben Jahren nicht mehr geflogen und greift auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel zurück.
Doch nicht nur hier hat Frau Rottmann ihren Lebensstil verändert. Sie hat uns auch erzählt, dass sie viel weniger Fleisch isst und darauf achtet, hauptsächlich BIO-Produkte einzukaufen. Zum Schluss gibt sie uns noch den Tipp mit auf den Weg, dass es wichtig ist, generell wenig(er) zu konsumieren.

Doch sie versucht sich nicht nur selbst für den Umweltschutz einzusetzen, sondern findet es auch gut wenn andere dies tun. Beispielsweise auf den Fridays For Future Demos, auf denen seit Januar Schüler in der ganzen Welt für den Klimaschutz demonstrieren. Sie spricht von einem großen Glück für unsere Gesellschaft, dass junge Menschen, die noch nicht wählen dürfen, ihre Rechte anders nutzen und so versuchen, etwas zu bewegen, indem sie auf die Straßen gehen.Auf die Frage wie sie dazu stehe, dass hierfür viele Schüler freitags nicht in die Schule gingen, meinte sie, dass zwar die Schulpflicht für uns noch gelte, wir aber auch alle das Recht auf Versammlungsfreiheit hätten und es so im Endeffekt jeder nach persönlichem Abwägen für sich entscheiden müsse. 

Wir danken Frau Rottmann für dieses interessante Gespräch und die Zeit, die sie sich für die Beantwortung unserer Fragen genommen hat!

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Mittelalterliches Leben hautnah (4/2019)

Am 12. April kamen die Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe in den Genuss, Geschichte hautnah erleben zu dürfen. Drei Mitglieder der Mittelaltergruppe „Keilerey“ (darunter unser Kollege StRef Johannes Köhler) besuchten das FMG und hatten allerhand „Geschichte zum Anfassen“ im Gepäck. 
Die Schüler bekamen so die Gelegenheit fernab des regulären Unterrichts, aus berufenem Munde allerlei Wissenswertes über verschiedene Aspekte des mittelalterlichen Lebens zu lernen: angefangen bei den verschiedenen Ständen und deren äußeren Merkmalen (veranschaulicht an der authentischen Kleidung einer Bäuerin, eines Bürgers und eines Deutschordensritters), über die Bedeutung von Pferden im Mittelalter bis hin zu Rittern, deren Ausrüstung, Kampfweisen und Entwicklung. Insbesondere letzterer Punkte wusste die Schüler zu begeistern, nicht zuletzt durch die von der Gruppe dargebotenen Schaukämpfe und die verschiedensten Waffen und Rüstungsbestandteile, die die Schüler am Ende des Vortrages genaustens inspizieren durften – ganz zu schweigen von der aktiven Einbindung der Schüler in einer Schar von Landsknechten, die sich gegen einen schwer gerüsteten Ritter durchzusetzen wussten. Eine tolle Veranstaltung, die in den kommenden Jahren hoffentlich eine Neuauflage erfahren wird. 

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